Test: Callaway XR-Speed-Hölzer

Knüppel aus dem Sack

Für alle, die keine Lust haben, den ganzen Beitrag zu lesen, hier die Kurzform: die XR-Speed-Hölzer gehen wie Sau!

Nachdem ich bis dato noch meine liebenswerten Hölzer älteren Semesters gespielt habe, die ich mir anfangs für einen schmalen Taler gebraucht organisiert hatte, wurde es nun mal Zeit, auf neue Waffen umzusteigen. Nach einiger Recherche und dem unmittelbaren Feedback von Mitgliedern unseres Golfclubs kam ich dann auf die XR-Speed-Hölzer von Callaway und habe mir das Holz 5 und das Holz 3 zu einem günstigen Kurs bei planetgolf geordert – beide Hölzer lagen zusammen bei ca. 270 EUR.

Grundsätzlich habe ich das Holz 5 von Anfang an gerne für Transportschläge oder aus nicht ganz optimalen Lagen gespielt, somit war und ist dieser Schläger für mich besonders wertvoll. Und gleich bei den ersten Probeschlägen auf der Range zeigte das neue Holz 5, wo der Frosch die Locken hat. Für mich persönlich ein exzellentes Feeling und eine gute Rückmeldung, ich fühlte mich gleich wohl damit. Die guten Treffer gehen durchschnittlich locker zehn Meter – und zum Teil noch erheblich – weiter, doch vor allem auch die schlecht oder eher mäßig getroffenen Bälle, von denen sich ein durchschnittlicher Golfer wie unsereins leider nicht freisprechen kann, erreichen eine außergewöhnliche Weite und gute Ergebnisse. Mir fällt es im Vergleich zu meinem alten Titleist-Holz 5 wesentlich leichter, den Ball trotz offensiver Herangehensweise im Korridor zu halten und noch größere Längen rauszuholen. Und da die Miss-Hits nicht gleich zu Vollkatastrophen werden, gehe ich auch wesentlich mutiger und selbstbewusster in diese Schläge, was dem Ergebnis sicherlich ganz generell zuträglich sein dürfte. Natürlich kommt es auch mit dem XR-Speed-Holz mal zu Fehlschlägen oder Bällen mit einem Abschied für immer, aber das ist tatsächlich die Ausnahme.

Holz 3 und 5 der XR-Speed-Serie

Das Holz 3 gehört hingegen zu den Schlägern, die meine Golfrunden bisher oftmals in weiten Teilen unbehelligt und entspannt im Golfbag verbringen dürfen. Ich kam mit dem 913F Holz 3 von Titleist nicht besonders gut zurecht und hatte große Probleme, den Ball einigermaßen gerade zu halten. Denn vor allem mit diesem Schläger hatte ich einen ausgeprägten Slice in den meisten Fällen. Daher bin ich dann, vielleicht auch aus Gründen der Bequemlichkeit, fast immer auf mein Holz 5 ausgewichen, das mir deutlich besser lag. Aber im Zuge der Erneuerung und auch perspektivisch wollte ich auch das Holz 3 austauschen, daher habe ich mir auch das neu zugelegt. Und auch das Holz 3 der XR-Speed-Serie geht mir deutlich einfacher von der Hand und liefert bei guten Treffern Weiten auf Driver-Niveau. Na gut, Weiten auf meinem Driver-Niveau. Ich habe zwar auch mit dem neuen 3er immer mal wieder Slice und Bälle mit einer sagenhaft dynamischen Rechtskurve, aber die Quote ist schonmal deutlich besser – und schließlich kann man ja auch nicht erwarten, dass eigene technische Unzulänglichkeiten vollkommen vom Schläger ausgeglichen werden. Aber schön einfach wärs trotzdem. Für den Einsatz auf Turnierrunden bin ich mit dem Holz 3 noch nicht sicher genug, aber ich nutze es im Gegensatz zu vorher zumindest schonmal auf privaten Runden, übe auch immer wieder auf der Range damit und versuche, meinen Schwung von außen etwas zu korrigieren. In jedem Fall ein Schritt nach vorne und eine motivierende Hilfe für mich.

Fazit:

Wenn ihr bis jetzt auch gebrauchte Stöcke aus Großvaters Keller oder von der ersten Seite bei ebay in der Sortierung „Günstigster Preis inkl. Versand“ gespielt habt und euch neu orientieren wollt, kann ich euch die Hölzer uneingeschränkt empfehlen. Die Längenzuwächse bei beiden Schlägern sind mit bloßem Auge zu sehen und die Ergebnisse der schlechteren Schläge sind im Regelfall für die Umstände immer noch hervorragend. Ein Allheilmittel gegen technische Fehler oder den beliebten Slice sind die Hölzer natürlich nicht, aber ich gehe jede Wette, dass die XR-Speed-Hölzer auch euch das Leben spürbar und deutlich einfacher machen werden.

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