Golfuhr Garmin S60 vs. Garmin S6

Golfuhr Garmin S60 vs. Garmin S6

Lohnt der Wechsel von der S6 auf die S60?

Für die neue Saison hatte ich die Garmin S60 ins Auge gefasst, war mir aber nicht sicher, ob ein Umstieg von meiner zuverlässigen S6 sinnvoll sein würde. Als erstes musste ich für mich entscheiden, ob ich die normale S60 mit Silikon-Armband für ausreichend erachte oder doch das Premium-Modell mit Keramiklünette und Lederarmband die bessere Wahl wäre. Letztendlich waren mir 100 EUR Preisunterschied aber zu viel und ich persönlich glaube auch, dass ein Silikonarmband vor allem im Sommer besser zu reinigen und zu tragen ist hinsichtlich Schweiß und Verschmutzung als ein Lederarmband, dass sich wahrscheinlich doch schneller abnutzt und unansehnlich wird.

Die Garmin S60 bekommt man vom Hersteller für 449 EUR, die Garmin S60 Premium dementsprechend für 549 EUR, was für mich doch etwas üppig scheint. Bei Aktionsangeboten diverser Händler kann man nochmal 50-75 EUR sparen, so dass die Uhr bei unter 400 EUR liegt. Um noch ein paar Euro zu sparen, habe ich mich dann für das so genannte internationale Modell entschieden. Dieses hat nur Englisch und keine deutsche Sprache, aber ob nun „Start Round“ oder „Starte Runde“ oder sowas im Display steht, macht für mich keinen Unterschied und mein Englisch reicht allemal, um die Uhr problemlos bedienen zu können. Das internationale Modell war für 340 EUR zu haben (techinthebasket.com), die Lieferzeit allerdings mit knapp 10 Tagen etwas länger.

Ich wollte die S60 haben, da ich sie optisch deutlich ansprechender finde als die doch sehr sportliche Garmin S6 und ich die Uhr sowohl im Büro als auch anschließend direkt auf dem Golfplatz tragen wollte. Da dies der Hauptgrund war, habe ich doch länger überlegt, ob es wirklich sein muss. Und nach den ersten Erfahrungen mit der Garmin S60 muss ich auch sagen, dass es von den Funktionen her vollkommen in Ordnung wäre, bei der S6 zu bleiben. Denn die meisten Möglichkeiten bietet schon die S6. Was man aber nicht ganz vergessen sollte, ist die Tatsache, dass die S6 zukünftig keine Updates mehr erhält und der digitale Support somit eingestellt wird.

Dass die S60 auch alle Funktionen einer klassischen Smartwatch bietet, ist für mich persönlich relativ uninteressant, da ich mit der Uhr weder Schwimmen noch Bergsteigen möchte und ich auch eine Schlafüberwachung durch eine Armbanduhr nicht brauche.

Garmin S60 mit App Garmin Connect
Schlagaufzeichnung der S60 in der App

Dennoch ist das Display in puncto Darstellung und Sichtverhältnis in der Sonne absolut top. Die Details des Golfplatzes und die detaillierte Anzeige sind schon eine glatte Eins. Ebenso die Schlagaufzeichnung, so dass ich nach der Runde noch einmal komplett alle Schläge vom Abschlag bis zum Grün in der Anzeige mit Schlaglänge nachvollziehen kann. Die Schlagerkennung hat auf den ersten Runden bisher bei mir auf jeden Fall zuverlässig geklappt. In Kombination mit der App werden alle Daten auf dem Handy sichtbar und ich kann sowohl die Scorecard als eben auch meinen Weg über die einzelnen Bahnen ganz bequem nachträglich verfolgen und analysieren.

In Bezug auf die automatische Bahn- oder Platzerkennung sowie die Angaben der Entfernungen zum Grün oder zu Layups usw. tun sich die beiden Uhren in meinem Fall nichts, beide sind vollkommen zuverlässig und in Ordnung. Die Haptik und das Tragegefühl sind ebenfalls bei beiden Uhren leicht aber hochwertig und ich kann auch hier keinen wesentlichen Unterschied ausmachen.

Der Akku der S6 hält allerdings im normalen Modus mit mehreren Wochen deutlich länger als der Akku der S60, der nach ungefähr gut einer Woche geladen werden muss – was natürlich auch stark von den installierten Programmen und Zifferblättern usw. abhängt. Zifferblätter oder „Watch Faces“ könnt ihr euch reihenweise im App-Store herunterladen und so die Optik eurer S60 euren Wünschen anpassen, das wiederum geht bei der S6 nicht.

Fazit:

Wenn man die Prozedur der Ersteinstellung und Installation hinter sich gebracht hat, ist die Garmin S60 zweifelsohne eine Top-Uhr und möglicher Weise auch tatsächlich die aktuell beste Golfuhr am Markt. Die Möglichkeiten und die Qualität der Uhr rechtfertigen einen hohen Preis, aber für mich ist bei knapp 350 EUR dann auch ein Limit erreicht. Darüber hinaus gibt es dann wohl doch hochwertigere Uhren auf dem Preisniveau, die dann ggf. eben keine Golf-Funktion haben, aber an sich in einer anderen Liga spielen. Für alle, die aktuell eine Garmin S6 oder ein vergleichbares Modell haben, lohnt sich der deutliche Mehrpreis eigentlich noch nicht und es wäre wohl ratsam, noch etwas zu warten. Denn zum einen ist die etwas einfachere und günstigere Garmin S40 kurz nach meinem Kauf erschienen und zum anderen fallen die Preise für die S60 aktuell schon etwas. Und ich gehe davon aus, dass diese Entwicklung vorerst noch etwas weitergehen wird – auch wenn das nur Spekulation ist. Die S60 auf Deutsch wird sicher in Kürze ebenfalls für bis zu 350 EUR erhältlich sein, da gehe ich fest von aus. Mit der S6 seid ihr ansonsten derzeit noch gut bedient und die fehlenden Updates machen sich wohl frühestens in den nächsten Jahren bemerkbar, die Uhren wird man sicher problemlos noch einige Zeit nutzen können. Ich würde so ohne weiteres zumindest aktuell nicht noch einmal von einer S6 auf die S60 wechseln, da die S6 alle wesentlichen Golf-Funktionen durchaus gleichwertig bieten kann und der Preisunterschied objektiv betrachtet einfach zu hoch ist meiner Meinung nach.

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