Produkt-Test XR-Speed-Driver von Callaway

Rücksichtsvoller Langholztransporter

Meine Produkt-Tests oder Produkt-Erfahrungsberichte sind wahrscheinlich etwas außergewöhnlich und ich richte mich gerne vor allem auch an die Golfer, die sich neue Ausrüstungen für tausende Euro entweder nicht leisten können oder (noch) nicht leisten wollen. Ich teste auch gebrauchte Artikel auf unserem Golfplatz in Schmallenberg und berichte euch, was diese Produkte noch zu leisten in der Lage sind und ob ich euch zu einem Kauf raten kann oder nicht:

Pünktlich zur neuen Saison und aufgrund des hervorragenden Wetters schon im Februar habe ich mich nach einem neuen Driver, oder bei automatisch übersetzten Seiten auch gerne „Fahrer“, umgesehen und habe mich nach Rücksprache mit unserem Pro auf die Callaway-Driver konzentriert. Zuletzt hatte ich einen Mizuno-JPX 850 und einen Cobra King mit 12° als Reserve und als Retter in der Not, da ich mit dem Mizuno wohl vor allem wegen eines zu steifen Flex nicht besonders gut klar gekommen bin.

Wie das in unserer Preisklasse so geht, kommt ausgiebiges Testen irgendwo und ein Neukauf für 450 EUR zunächst mal nicht in Frage oder ist mit Aufwand verbunden, den man irgendwie nicht so recht haben möchte. Obwohl wir wissen, dass es schon schlau wäre. Daher bleibt vorab die dezidierte Online-Recherche und das Vergleichen der Erfahrungsberichte und Daten sowie vermeintlicher Fakten. Mir persönlich fällt es allerdings oftmals schwer, die in den zahlreichen Videos dargestellten und erklärten Zahlen auf meinen Schwung und mein Spiel gedanklich zu übertragen – was bedeutet es für mich, wenn ein Pro mit dem neuen Rogue-Driver minimal konstanter oder schneller schwingt oder drei Meter weiter schlägt im Durchschnitt?!

Nichtsdestotrotz habe ich mich einige Tage und Wochen im Winter immer mal wieder online damit beschäftigt und mich schließlich gegen den Rogue oder den Epic und für den XR-Speed von Callaway entschieden.  Denn es gab fast keine oder nur kaum relevante Unterschiede bei den ganzen Online-Experten und da der XR Speed das neueste Modell unter den Kandidaten war und wohl vor allem aufgrund der fehlenden Jailbreak-Technologie gut hundert EUR weniger kostet, fiel meine schließlich auf dieses Modell.

Optisch steht der XR-Speed den deutlich teureren Modellen jedenfalls in nichts nach – im Gegenteil finde ich, dass der XR Speed ausgesprochen gut gelungen ist. Nach einer erneuten ausgiebigen Recherche und dem Ausloten der aktuellen Preisverhältnisse im weltweiten Web bekam ich schließlich ein Top-Angebot für einen XR-Speed-Driver und zwei passende Hölzer der gleichen Serie (Holz 5 und Holz 3) bei den sympathischen und schnell versendenden Freunden von golfplanet in Osnabrück – nach meiner Erfahrung absolut empfehlenswert! Heute bestellt, morgen da – und obwohl die Schläger als gebraucht ausgewiesen waren, konnten wir in unserem Golfclub keinerlei Gebrauchtspuren feststellen, die Schläger machten eine neuwertigen und im Rahmend er Erwartungshaltung makellosen Eindruck! Für Driver und zwei Hölzer waren insgesamt nicht einmal 500 EUR fällig, soviel hätte ein Rogue-Driver schon knapp alleine gekostet. Wirtschaftlich offensichtlich alles richtig gemacht, ging es dann bei unglaublichen 19° Celsius und wolkenlosem Sonnenhimmel erstmals auf die Range und die Runde. Und der XR Speed machte von Anfang an nicht nur optisch einen guten Eindruck, er fühlte sich sofort angenehm an und punktete für mich persönlich auch hinsichtlich Rückmeldung und Sound. Die Drives gingen sofort sicherer von der Hand und vor allem die schlechter getroffenen Bälle blieben in der Richtung und erzielten eine erstaunliche Länge. Auch bei guten Treffern erreichte ich im Vergleich zu meinem vorigen Driver gut 10 Meter mehr Länge im Schnitt!

Fazit:

Seit ich den neuen Driver habe, bin ich zwar erst ca. 5 Runden gegangen. Aber abgesehen von einem Hackentreffer, der sich links im Unterholz für alle Zeiten verabschiedet hat, sind die Drives wesentlich zuverlässiger und insgesamt deutlich länger geworden.

Wenn ihr also auf der Suche nach einem vergleichsweise günstigen Driver der neuen Generation seid, der wirklich viel verzeiht und euch mit hoher Wahrscheinlichkeit das Grinsen auf dem Abschlag wiederbringt, dann empfehle ich euch den XR Speed von Callaway. Online ist der Driver neuwertig sicher schon so um die 200 EUR zu haben, in der Bucht vielleicht hier und da auch etwas günstiger, wenn ihr ihn von privat nehmen wollt. Ich habe den nominell höherwertigen Rogue-Driver nur einmal kurz auf der Range in der Hand gehabt, aber die Unterschiede sind meiner Meinung nach für Spieler mittleren Handicaps in aller Regel nicht wahrnehmbar oder zumindest nicht gravierend – spart euch im Zweifelsfall die Mehrkosten und greift ruhigen Gewissens zum XR Speed, ihr bekommt einen hervorragenden neuen Begleiter und könnt die Ersparnis ggf. wie ich auch in die XR Speed Fairwayhölzer investieren, denn auch die Hölzer gehen hervorragend…!

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